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Vernetzte Versorgung in der Gesundheitswirtschaft

Bremen,

7. APOLLON Symposium, Foto Andrey Popov/Thingstock.de

Frühbuchertarif für das 7. APOLLON Symposium der Gesundheitswirtschaft wird bis zum 2. Oktober 2015 gewährt.

Frühbuchertarif für das 7. APOLLON Symposium der Gesundheitswirtschaft wird bis zum 2. Oktober 2015 gewährt.

Am Freitag, 13. November 2015 lädt die APOLLON Hochschule zum 7. APOLLON Symposium der Gesundheitswirtschaft nach Bremen ein. Das Thema der diesjährigen Veranstaltung lautet  „Vernetzte Versorgung – Lösung für Qualitäts- und Effizienzprobleme in der Gesundheitswirtschaft?“.

„Wir haben uns für diesen Inhalt aufgrund seiner Brisanz, seiner Diskussionswürdigkeit und seiner Aktualität entschieden – und wir haben es bewusst vernetzte Versorgung genannt“, meint Prof. Dr. Peter Michell-Auli, Professor an der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft. So wird bereits seit längerem über integrierte Versorgung, hausarztzentrierte Versorgung und Disease Management sowie Medizinische Versorgungszentren gesprochen – aber oft nur als Einzelthemen.

Aus Sicht der APOLLON Hochschule und vieler Experten ist dies nicht weit genug gedacht. „Deswegen möchten wir während des Symposiums den Grundgedanken einer vernetzen Versorgung intensivieren, mit Fachleuten diskutieren und im Idealfall am Ende des Tages ein deutlicheres Bild zeichnen, welche Ansätze für eine fachübergreifende Zusammenarbeit im Sinne von integrierten Versorgungsprozessen notwendig sind“, so Michell-Auli.

Die Fernhochschule rechnet erneut mit mehr als 250 Teilnehmern aus der Gesundheitsbranche. Das bewährte Konzept aus Impulsvorträgen von Branchengrößen und Experten, gekoppelt mit vier thematischen Foren und einer abschließenden Podiumsdiskussion wird auch 2015 fortgeführt.

Die Teilnahme an der eintägigen Tagung kostet regulär 139 Euro pro Person. Bis zum 2. Oktober 2015 gewährt die APOLLON Hochschule einen Rabatt auf die reguläre Teilnahmegebühr und bietet einen reduzierten Frühbuchertarif von 119 Euro pro Person an.

Vernetzte Versorgung – was bedeutet das?
Im deutschen Gesundheitssystem arbeiten die unterschiedlichen Leistungserbringer nach wie vor zu oft nebeneinander. Zwar gibt es einige Ansatzpunkte für mehr Transparenz und Zusammenarbeit, grundsätzlich laufen aber viele Prozesse beziehungsweise die Leistungen der einzelnen Anbieter getrennt voneinander ab und es existieren zu viele Schnittstellen. Aufgrund dieser Fragmentierung bestehe ein Mangel an Datenaustausch, Koordination und Kooperation und das führe nicht selten zu Doppeluntersuchungen, stationären Fehleinweisungen und suboptimalen Versorgungsverläufen, so Michell-Auli. Diese Herausforderung ist bereits seit Jahr-zehnten bekannt und es gab und gibt immer wieder Lösungsansätze – zuletzt zwischen 2004 und 2008 mit einer Anschubfinanzierung für die Integrierte Versorgung. Der hierdurch ausgelöste Aufschwung hat sich mit Auslaufen der Förderung aber nicht fortgesetzt. 

Mit dem aktuellen Versorgungsstärkungsgesetz, das vom Deutschen Bundestag bereits verabschiedet wurde, soll nun ein Innovationsfond in Höhe von jährlich 300 Millionen Euro ab 2016 zur Förderung von Innovationsprojekten und der Versorgungsforschung etabliert werden. Dies ist der Anlass für die APOLLON Hochschule die unterschiedlichen Strukturen noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, unter dem Begriff „vernetzte Versorgung“ zu bündeln und als Thema für das 7. APOLLON Symposium der Gesundheitswirtschaft in den Fokus zu rücken. 

Dabei soll sowohl auf der Basis der bestehenden Versorgungssituationen und den bisherigen Erfahrungen Bilanz gezogen als auch Perspektiven für mögliche Weiterentwicklungen aufgezeigt werden.

Impulsreferate, Foren, Podiumsdiskussion
Die Grundlage für das diesjährige APOLLON Symposium legen drei Impulsreferate am Vormittag. Prof. Dr. Klaus Jacobs vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) analysiert in seinem Vortrag die Schwächen des deutschen Gesundheitssystems und bestimmt dadurch die bestehenden Handlungsnotwendigkeiten. Prof. Dr. Volker Amelung von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) charakterisiert im Anschluss Ansätze von vernetzter Versorgung und legt dar, inwieweit damit Defizite des Gesundheitssystems überwunden werden können, um auf dieser Basis Notwendigkeiten in der Weiterentwicklung zu bestimmen.

Einen spezifischen Versorgungsansatz stellen die Gesundheitsregionen in Deutschland dar. Prof. Dr. Josef Hilbert, Sprecher des Netzwerkes Deutsche Gesundheitsregionen e.V. und geschäftsführender Direktor des IAT der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, wird diesen Ansatz, den Implementierungsgrad sowie erzielte Ergebnisse bezüglich der Weiterent-wicklung der Versorgungsstrukturen darlegen.

Die anschließenden Foren dienen der Vertiefung von spezifischen Einzelthemen unterschiedlicher Akteure. So wird im Forum 1 die Vernetzte Versorgung aus dem Blickwinkel der Angebotsseite, den Leistungserbringern, und in Forum 2 aus Sicht der Nachfrageseite, den Klienten, betrachtet. Forum 3 untersucht die Einbindung der Pflege in die Integrierte Versorgung und im Forum 4 wird die Beachtung der Prävention in Vernetzungsprozessen diskutiert.

Mit dem Vortrag am Nachmittag wird ein anderer, wenn auch verwandter Bereich des Gesundheitswesens beleuchtet: die Kinder- und Jugendhilfe. Während der Gesundheitsbereich eindeutig durch ein Denken entlang der Angebotsseite geprägt ist, gibt es in der Kinder- und Jugendhilfe fundierte Erfahrungen damit, konsequent von der Nachfrageseite aus Versorgungsstrukturen zu konzipieren und hierbei Präventionsansätze zu integrieren. Dies erfordert auch eine besondere Rolle der Kommune. Prof. Dr. Stefan Bestmann, Vorstand des Deutschen Instituts für Kinder- und Jugendgesundheit e.V. in Berlin, stellt diese Erfahrungen in der Konzeption von Versorgungsansätzen während seines Vortrags pointiert dar und gibt dadurch weitere Impulse für die anschließende Podiumsdiskussion. Hier werden insbesondere die Weiterentwicklungsbedarfe in der Konzeption, bei den Akteuren und den Rahmenbedingungen aus Sicht der Wissenschaft, der Krankenkassen, der Leistungserbringer sowie der Kommunen diskutiert.

Austausch und Vernetzung untereinander
Das APOLLON Symposium soll – neben der Informationsvermittlung und Diskussionsplattform – auch stets ein Ort der Vernetzung sein. So steht das Thema nicht nur innerhalb der Vorträge und Foren im Mittelpunkt, sondern auch im Rahmen der Branchenbörse. Diese kann auch unabhängig von einer Symposiums-Teilnahme kostenfrei besucht werden. An sogenannten Börsenplätzen stellen sich Unternehmen vor, die mit der APOLLON Hochschule kooperieren, sowie weitere Akteure der Gesundheitswirtschaft.

Erstmals werden im Rahmen des diesjährigen APOLLON Symposiums die besten Bachelor- und Master-Thesen der Absolventen 2014 und 2015 prämiert. Die besten Abschlussarbeiten werden durch eine Jury geprüft und aus diesem Kreis jeweils drei herausragende Arbeiten auswählt. „An unserer Fernhochschule entstehen so viele exzellente Arbeiten, die einerseits durch eine Veröffentlichung im hochschuleigenen Verlag ‚APOLLON University Press‘ Beachtung finden, andererseits aber auch eine separate Würdigung und Anerkennung durch einen Preis verdienen“, so Prof. Dr. Johanne Pundt, Dekanin Gesundheitswirtschaft an der APOLLON Hochschule und federführend verantwortlich für das APOLLON Symposium. Die Veranstaltung bietet eine hervorragende Gelegenheit, um auf die sehr guten Abschlussarbeiten in Form einer Posterpräsentation von APOLLON Absolventen aufmerksam zu machen. Gesponsert werden die insgesamt sechs Preise von der Sana Kliniken AG und durch das Kuratoriumsmitglied der Hochschule Dr. Michael Philippi, Vorstandsvorsitzender der Sana Kliniken AG, der auch die Preise überreicht.

Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular stehen unter www.apollon-hochschule.de/symposium bereit. 

7. APOLLON Symposium der Gesundheitswirtschaft
Freitag, 13. November 2015
von 10:00 bis 18:00 Uhr
im Swissôtel Bremen 
(Hillmannplatz 20, 28195 Bremen)

Die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft GmbH ist Teil der Stuttgarter Klett Gruppe. Mit ihren 56 Unternehmen an 34 Standorten in 14 Ländern ist die Klett Gruppe ein führendes Bildungsunternehmen in Europa. Die 2.879 Mitarbeiter in den Unternehmen der Gruppe erwirtschafteten im Jahr 2014 einen Umsatz von 459,9 Millionen Euro. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.klett-gruppe.de