Alle Module und Inhalte des Masters Corporate Health Management & Leadership

Inhalte des 1. Studienjahres
Einführung in das Studium und Gesunde Führung

Im Einführungsmodul lernen die Studierenden das Fernstudienkonzept der APOLLON Hochschule sowie Aufbau und Konzept des Studiengangs kennen. In einem praxisnahen, interdisziplinären Forschungsprojekt analysieren sie unter realistischen Bedingungen Ist- und Soll-Situationen, entwickeln Handlungsempfehlungen und präsentieren Ergebnisse – als Einstieg ins Corporate Health Management. 

Das Teilmodul „Gesunde Führung“ vermittelt wissenschaftlich fundierte Modelle und zeigt Zusammenhänge zwischen Führung, (mentaler) Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Die Studierenden verstehen relevante Anforderungen, Stressoren und Ressourcen, ordnen Selbstführung und psychologische Grundbedürfnisse ein und leiten daraus konkrete Maßnahmen ab. Zudem entwickeln sie Strategien, um gesundheitsförderliche Führung und eine nachhaltige Gesundheitskultur im Unternehmen zu verankern. Ziel ist, gesundheitsorientierte Führungsansätze in der Praxis wirksam umzusetzen.

Modul ECTS Prüfungsleistungen
Wissenschaftliches Arbeiten und Einführung in den Master-Studiengang 3 Präsentation im Rahmen des Seminars, Fallaufgabe
Gesunde Führung 4 Fallaufgabe
Strategisches Human Resource Management

Strategisches Human Resource Management vermittelt praxisnahe, wissenschaftlich fundierte Grundlagen moderner Personalarbeit. Strategisches HRM richtet die Personalpolitik an langfristigen Organisationszielen aus und positioniert HR als Partner für Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit. Im Fokus stehen der strategische HR-Prozess, Modelle, HR-Organisation sowie Zusammenhänge von Unternehmenskultur und HR-Strategie. Ein Schwerpunkt ist Employer Branding zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften. Die Studierenden lernen, zentrale HR-Instrumente in ein integriertes Konzept zu überführen sowie HR-Prozesse kontextbezogen zu analysieren und zu gestalten.

Modul ECTS Prüfungsleistungen
Strategisches Human Resource Management 6 Projektplan
Angewandte Forschungsmethoden

Wie lassen sich Behandlungsmaßnahmen und Prävention im Gesundheitssystem fundiert bewerten? Im Fokus stehen Methoden, um gesundheitsbezogene Fragestellungen zu identifizieren und Forschungsergebnisse sicher einzuordnen. Die Studierenden erarbeiten statistische Grundlagen und wenden Analyseverfahren an (u. a. Inferenzstatistik, Konfidenzintervalle, Tests wie t-Test/ANOVA sowie Regressionsanalysen) – inklusive Übungen mit Statistiksoftware. 

Ein Schwerpunkt ist die gesundheitsökonomische Evaluation, etwa Kosten-Effektivitäts-, Kosten-Nutzen- und Kosten-Nutzwert-Analysen. Zudem geht es um Lebensqualität, Messverfahren und deren Einsatz für Planung, Steuerung und Bewertung. Ziel ist, Bewertungsdiskussionen fundiert zu begleiten und Prioritätensetzung im Gesundheitswesen reflektiert zu berücksichtigen.

Modul ECTS Prüfungsleistungen
Angewandte Forschungsmethoden 5 Fallaufgabe
Führung und Kommunikationspsychologie

Im Modul „Führung und Kommunikationspsychologie“ lernen die Studierenden, Elemente klassischer Rhetorik anzuwenden und in beruflichen Situationen überzeugend zu kommunizieren. Sie erkennen Anforderungen an die Führungsrolle und nutzen Techniken, um Gesprächsanlässe – auch schwierige – konstruktiv zu bewältigen. 

Ein Schwerpunkt liegt auf virtueller und diversitätsorientierter Führung sowie sensibler, zielgruppengerechter Kommunikation. In praxisnahen Übungen, etwa in Verhandlungen und Mitarbeitendengesprächen, trainieren sie wirksame Führungskommunikation. Ziel ist, im Arbeitsalltag bewusst und lösungsorientiert zu kommunizieren und geeignete Methoden sicher anzuwenden.

Modul ECTS Prüfungsleistungen
Führung und Kommunikationspsychologie 5 Seminar, Fallaufgabe plus
Unternehmensführung

Strategische Entscheidungen praxisnah treffen und umsetzen: Im Mittelpunkt stehen Instrumente des strategischen Managements, Strategiefindung und Umsetzung in Organisationen. Die Studierenden entwickeln ein fundiertes Strategieverständnis, analysieren Unternehmen ressourcenorientiert, beurteilen Strategien und leiten Maßnahmen ab. Sie identifizieren Erfolgsfaktoren, lernen die St.-Galler-Entrepreneurship-Funktionen kennen und können Vorgehensweisen zur Strategieentwicklung nachvollziehen – auch anhand von Veränderungsprozessen. 

Ergänzend werden zentrale Geschäftsprozesse definiert und kostenbezogen bewertet. Inhalte sind u. a. Ansätze der Unternehmensführung (auch Non-Profit), normative Unternehmensführung, strategische Analyse sowie Prozess- und Veränderungsmanagement.

Modul ECTS Prüfungsleistungen
Unternehmensführung 5 Fallaufgabe plus
New Work und Wandel in der Arbeitswelt

New Work steht für Arbeitsbedingungen, die Zufriedenheit und Produktivität fördern – und setzt wie Corporate Health Management bei der Gestaltung des Arbeitsumfelds an. Die Studierenden lernen die Prinzipien von New Work nach Frithjof Bergmann kennen und befassen sich mit Herausforderungen von Veränderungsprozessen. Im Fokus stehen Organisationsentwicklung, Changemanagement, Unternehmenskultur sowie betriebswirtschaftliche Perspektiven für Einführung und Steuerung. Sie reflektieren Freiheit und Verantwortung in der Führung, wenden das Spannungsfeldmodell an und diskutieren Handlungsfelder, Risiken sowie psychische Belastungen. Ziel ist, den Wandel der Arbeitswelt fundiert zu gestalten.

Modul ECTS Prüfungsleistungen
New Work und Wandel in der Arbeitswelt 5 Fallaufgabe
Organisation und Changemanagement

Veränderungen in der digitalen Arbeitswelt gelingen nur, wenn neben Technik und Prozessen auch die „humane“ Dimension mitgedacht wird. Die Studierenden erarbeiten Grundlagen betrieblicher Organisation und Organisationsentwicklung und erhalten eine Einführung ins Changemanagement. Sie lernen moderne Organisationsformen (z. B. hybride/virtuelle Strukturen) kennen, verstehen Schritte, Phasen und Werkzeuge eines strukturierten Change-Prozesses und befassen sich mit Schlüsselfaktoren erfolgreichen Wandels – von Führung und Arbeitskultur bis zur Einbindung der Mitarbeitenden und agilem Vorgehen. 

Im Fokus stehen zudem Gesundheitsorganisationen: Neue Rollenanforderungen werden reflektiert, um Veränderungen patientenorientiert und wirtschaftlich zu gestalten. Ziel ist, Change-Projekte zu planen und zu begleiten.

Modul ECTS Prüfungsleistungen
Organisation und Changemanagement 7 Projektplan
Arbeitsrecht für HR und CHM

Rechtssicherheit ist in HR und Corporate Health Management zentral. Die Studierenden erarbeiten Grundlagen: von der rechtssicheren Einstellung (u. a. AGG, Fragerecht, Datenschutz nach DSGVO/§ 26 BDSG) über Arbeitsverträge (Form, Befristung) bis zu Pflichten im Arbeitsverhältnis und dessen Beendigung. Schutzgesetze werden praxisnah behandelt, etwa Arbeitszeitrecht, Mutterschutz, Jugendarbeitsschutz, Entgeltfortzahlung und Urlaub. Ergänzend stehen Tarifverträge, Arbeitskampfrecht sowie Betriebsrat und Mitbestimmung bis zur Einigungsstelle im Fokus. Ziel ist, Vorschriften sicher einzuordnen und in HR/CHM korrekt umzusetzen.

Modul ECTS Prüfungsleistungen
Arbeitsrecht für HR und CHM 5 Fallaufgabe
Psychologische Methoden: Coaching, Mediation und Konfliktmanagement

Coaching, Mediation und Konfliktmanagement werden anwendungsnah vertieft. Die Studierenden lernen, Coaching von Training, Supervision oder Psychotherapie abzugrenzen und Coachingprozesse über ein Phasenmodell zu strukturieren: vom Kontrakt über Zielklärung und Interventionen bis zur Evaluation. Zudem stehen Konfliktmodelle und -klassifikationen im Fokus (u. a. „inneres Team“, „doppelter Eisberg“, Eskalationsstufen nach Glasl) sowie die Bearbeitung von Dyaden-, Gruppen- und Intergruppenkonflikten anhand des 6-Schritte-Modells nach Redlich. Rollen und Kompetenzen von Mediator:in bzw. Konfliktmoderator:in werden reflektiert. (Hypno-)systemische Haltungen und Interventionstechniken werden praktisch eingeübt. Ziel ist die sichere Verknüpfung von Theorie und Anwendung für die Beratungspraxis.

Modul ECTS Prüfungsleistungen
Psychologische Methoden: Coaching, Mediation und Konfliktmanagement 5 Fallaufgabe plus
Digitalisierung und gesunde Arbeit

Digitalisierung verändert die Arbeitswelt rasant: Prozesse werden effizienter und sicherer, zugleich entstehen neue Belastungen wie Technostress. Die doppelte Relevanz für Gesundheit wird analysiert und gezeigt, wie betriebliches Gesundheitsmanagement mit wissenschaftlich fundierten Konzepten reagieren kann – zumal Digitalisierung auch das BGM prägt. Die Studierenden übertragen Rahmenbedingungen digitaler Arbeit auf die Praxis, unterscheiden Zielgruppen im HRM und leiten passende Maßnahmen ab. Sie befassen sich mit neuen Arbeitsformen sowie dem Zusammenspiel von Mensch-Maschine-Systemen und KI. Ziel ist, digitale Strategien zu bewerten, die ein gesundes Arbeitsumfeld fördern – besonders im Gesundheits- und Sozialwesen.

Modul ECTS Prüfungsleistungen
Digitalisierung und gesunde Arbeit 5 Klausur
Psychische Gesundheit und Gefährdungsbeurteilung

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz rechtssicher zu erfassen und zu reduzieren, ist ein Kernbaustein moderner Gesundheitsarbeit. Die Studierenden lernen die gesetzlichen Vorgaben zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen und deren Bedeutung im betrieblichen Gesundheitsmanagement kennen. Ergänzend werden Grundlagen der Stresswahrnehmung und typische Stressoren vermittelt. Darauf aufbauend werden Prozessschritte der Gefährdungsbeurteilung behandelt – von Planung über Erhebung und Bewertung bis zur Dokumentation – und die Ableitung passender Maßnahmen trainiert. Methoden, Instrumente und Verfahren werden in einem Gruppenprojekt praktisch angewendet. Ziel ist, psychische Belastungen gezielt zu analysieren und zu adressieren.

Modul ECTS Prüfungsleistungen
Psychische Gesundheit und Gefährdungsbeurteilung 6 Gruppenprojekt, Seminar

Variante 24 Monate: Monate 1-12

Variante 32 Monate: Monate 1-16

Inhalte des 2. Studienjahres
Diversity- und Demografiemanagement

Vielfalt und demografischer Wandel verändern Organisationen – Altersgruppen bringen unterschiedliche Erwartungen, Arbeitsweisen und Gesundheitslagen mit. Das Modul zeigt, wie ein gesundheitsorientiertes Diversity- und Generationenmanagement Benachteiligungen abbaut, Teilhabe stärkt und Diskriminierung reduziert. Die Studierenden analysieren Zusammenhänge von Arbeit, Gesundheit und Vielfalt, erkennen gesundheitliche Ungleichheiten zwischen sozialen Gruppen, berücksichtigen rechtliche Grundlagen (Gesundheitsschutz, Antidiskriminierung) und entwickeln Strategien für inklusive, gesundheitsförderliche Organisationsentwicklung – auch im Spannungsfeld von Ökonomie und Verantwortung.

Modul ECTS Prüfungsleistungen
Diversity- und Demografiemanagement 5 Fallaufgabe plus
Nachhaltigkeit und CHM

Nachhaltigkeit im Corporate Health Management (CHM) bedeutet, gesundheitsförderliche Prozesse so zu gestalten, dass sie langfristig wirken und die Gesundheit der Mitarbeitenden stärken. Gleichzeitig wird CHM in einen erweiterten Nachhaltigkeitsrahmen eingebettet: Unternehmen berücksichtigen ökologische, soziale und ökonomische Perspektiven und orientieren sich an der Triple-Bottom-Line. Unternehmerische Verantwortung (CSR) wird damit zentral. Die Studierenden lernen Anforderungen an nachhaltiges CHM kennen, übertragen Konzepte auf die betriebliche Gesundheit und arbeiten mit relevanten Richtlinien und Standards. Zudem geht es um nachhaltige Führung sowie ethische Grundlagen inklusive Wirtschaftsethik. Ziel ist, Nachhaltigkeit im CHM fundiert zu verstehen und praxisnah umzusetzen.

Modul ECTS Prüfungsleistungen
Nachhaltigkeit und CHM 8 Hausarbeit
Master-Prüfung
Modul ECTS Prüfungsleistungen
Master-Prüfung 30 Thesis + Kolloquium

Variante 24 Monate: Monate 13-24

Variante 32 Monate: Monate 17-32

Im 2. Studienjahr bearbeiten Sie ebenfalls 2 der 5 unten aufgeführten Wahlpflichtfächer. Bei der Variante mit 32 Monaten schließen Sie im 3. Studienjahr mit der Master-Prüfung ab. 

Studienplan (Gesamtübersicht)

Alle Wahlpflichtfächer des Masters Corporate Health Management & Leadership

Mit den Wahlpflichtfächern setzen Sie individuelle Schwerpunkte in Ihrem Studiengang. Sie wählen zwei Fächer aus:

Betriebliche Gesundheit in Zeiten des Klimawandels

Klimawandel wirkt sich spürbar auf Arbeit und Gesundheit aus – von Hitzestress über Allergien bis zu Infektionsrisiken und Extremereignissen. Im Fokus stehen Einflüsse von Umwelt, Klima und Klimakrise auf Beschäftigte sowie Grundlagen zu Umweltstandards, Schadstoffen, Treibhauseffekt, Emissionshandel und umweltpolitischen Instrumenten. Die Studierenden vertiefen Umwelt- und Klimagerechtigkeit, analysieren Treiber von Klimaveränderungen und betrachten besonders vulnerable Gruppen und gesundheitsbezogene Settings. Auf Basis von Verwundbarkeitsanalysen werden Anpassungsbedarfe abgeleitet und Maßnahmen wie Hitzeprävention und Hitzeschutzpläne entwickelt und auf Betriebe übertragen. Ziel ist, klimabedingte Gesundheitsrisiken einzuordnen und wirksame CHM-Maßnahmen umzusetzen.

Modul ECTS Prüfungsleistungen
Betriebliche Gesundheit in Zeiten des Klimawandels 8 Projektarbeit
Betriebliches Eingliederungsmanagement

Rechtssicheres Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) verbindet klare Prozesse mit sensibler Kommunikation. Die Studierenden vertiefen rechtliche Grundlagen und Pflichten, berücksichtigen aktuelle Rechtsprechung sowie Datenschutzentwicklungen und formulieren BEM-Ziele, die im Prozess verankert werden. Sie lernen Kennzahlen und Methoden zur Evaluation von BEM-Prozessen und Fallmanagement kennen, bauen Falldokumentationen auf und leiten daraus Verbesserungen ab. Fallbezogen bilden sie Netzwerke aus internen und externen Akteur:innen. Zudem werden interne Marketinginstrumente zur Etablierung einer BEM-Kultur diskutiert. Ein Schwerpunkt liegt auf Gesprächsführung: Techniken für unterschiedliche Gesprächsverläufe helfen, BEM-Gespräche professionell und lösungsorientiert zu führen.

Modul ECTS Prüfungsleistungen
Betriebliches Eingliederungsmanagement 8 Projektarbeit
Interkulturelle Kommunikation

In einer multikulturellen Arbeitswelt ist interkulturelle Kompetenz entscheidend – besonders im Gesundheitskontext. Die Studierenden lernen, kulturbedingtes Verhalten und Kommunikationsweisen einzuordnen, Barrieren zu erkennen und Herausforderungen beim Leben und Arbeiten in anderen Kulturen zu verstehen. Kulturelle Muster, Dimensionen und Taxonomien werden anhand von Beispielen greifbar gemacht. Zudem geht es um Phasen kultureller Anpassung sowie Strategien für wirksame interkulturelle Kommunikation, etwa in Verhandlungen und bei Entscheidungen. Inhalte sind u. a. Metakultur, kulturelle Identität, verbale/nonverbale Unterschiede, monochrones/polychrones Verhalten, Stereotype und Modelle wie Eisberg-, Zwiebel- und Kulturschockmodell. Ziel ist, Unterschiede sicher zu analysieren und professionell zu handeln.

Modul ECTS Prüfungsleistungen
Interkulturelle Kommunikation 8 Projektarbeit
Business Planning

Ein überzeugender Businessplan macht Geschäftsideen planbar und schafft Vertrauen – etwa bei Investor:innen oder Kreditgeber:innen. Die Studierenden lernen ihn als Management- und Führungsinstrument kennen und verstehen den Einsatz bei Gründungen oder Neuproduktplanungen. Behandelt werden Aufbau und zentrale Elemente sowie die Entwicklung von der Analyse und Prognose bis zu operativen Maßnahmenplänen. Zudem wird der Unterschied zwischen Businessplan und Geschäftsmodell geklärt und das Zusammenspiel beider Konzepte genutzt. Die Studierenden erhalten Einblick in die Investor:innen-Perspektive und lernen, strategische und operative Planungen darzustellen, Zielvereinbarungen zu formulieren und für konkrete Fälle – besonders in der Gesundheitswirtschaft – einen Businessplan zu konzipieren und umzusetzen.

Modul ECTS Prüfungsleistungen
Business Planning 8 Projektarbeit