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Stimmen zum Studium


ONLINE-SEMINARE: DIE FLEXIBLE ALTERNATIVE

APOLLON Online-Seminare im Fernstudium

Vor Corona war es üblich, dass die Seminare der APOLLON Studierenden in Bremen oder an verschiedenen anderen Standorten in Deutschland stattfanden. Die Pandemie erforderte in den vergangenen Monaten ein schnelles Umdenken. Die praktische Lösung hieß in diesem Fall: Online-Seminare. Mittlerweile werden sämtliche APOLLON Seminare auch in digitaler Form angeboten. Wir haben uns über diese Entwicklung mit Katrin Göritz, Referentin für Seminarorganisation an der APOLLON Hochschule, unterhalten.

Im Rahmen ihres Studiums an der APOLLON Hochschule absolvieren Bachelor-Studierende in der Regel vier Seminare. Vor Corona war es üblich, dass diese Seminare vor Ort in Bremen oder an verschiedenen anderen Standorten in Deutschland stattfanden. Die Pandemie erforderte in den vergangenen Monaten ein schnelles Umdenken und höchstmögliche Flexibilität. Die praktische Lösung hieß in diesem Fall: Online-Seminare. Mittlerweile werden sämtliche APOLLON Seminare auch in digitaler Form angeboten. Wir haben uns über diese Entwicklung mit Katrin Göritz, Referentin für Seminarorganisation an der APOLLON Hochschule, unterhalten.

1. Frau Göritz, welche Rolle spielen Seminare im Fernstudium an der APOLLON Hochschule im Allgemeinen und was ist das Besondere an einer solchen Veranstaltung?  

Katrin Göritz: Seminare, bei denen wir die Gruppengröße bewusst klein halten, bieten einen hohen Anwendungs- und Praxisbezug. Wir arbeiten nach dem ,Flipped classroom‘-Konzept. Das bedeutet, dass Theoriewissen von den Studierenden bereits im Vorfeld zu Hause erarbeitet und im Seminar vorausgesetzt wird. Ein Seminar läuft also nicht ab wie eine klassische Vorlesung, es ist sehr interaktiv. Das zuvor erworbene Wissen wird unter Anleitung der Trainer/-innen, meist in Gruppenarbeit, praktisch angewendet – etwas, was viele Studierende als sehr bereichernd und motivierend empfinden.

Bei den Seminaren, besonders im Fernstudium, geht es aber um viel mehr als nur um Lerninhalte: Im Fokus stehen auch das Gemeinschaftsgefühl und der direkte Erfahrungsaustausch, sowohl unter den Studierenden als auch mit Expert/-innen des jeweiligen Fachgebiets.

2. Wie läuft ein Seminar ab und wie lange dauert es?

In der Regel läuft ein Seminar über zwei Tage, jeweils von 9:00 bis 16:00 Uhr. Vorträge im üblichen Sinne gibt es nicht, dafür viele Gruppenarbeitsphasen und natürlich auch einige Pausen. Die Online-Seminare waren anfangs eintägig, wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass zwei Tage für alle Beteiligten besser funktionieren. Nach dem ersten Tag lässt man das Gelernte etwas sacken, um es dann am zweiten Tag gegebenenfalls noch einmal gemeinsam durchgehen zu können. 

3. Wie funktioniert die Buchung von Online-Seminaren, welche technischen Voraussetzungen brauche ich für die Teilnahme und wie groß sind die Gruppen?

Die Buchung ist total flexibel und erfolgt über ein extra von uns eingerichtetes Tool auf dem Online-Campus. Dort sind übersichtlich sämtliche Termine aufgelistet und es wird praktischerweise auch gleich angezeigt, ob es noch freie Plätze gibt.

Was die technischen Voraussetzungen angeht: Die Seminare finden auf der Plattform „Zoom“ statt. Wir empfehlen die Teilnahme über einen Laptop oder einen Desktop-Rechner. Wichtig ist eine Webcam, die während des Seminars auch eingeschaltet bleiben sollte, um die Teilnehmenden aktiv einbeziehen zu können. Ein Headset ist dagegen nicht zwingend notwendig.

Wir bemühen uns, die Gruppengröße bei Online-Seminaren noch kleiner zu halten als bei Präsenz-Seminaren, um wirklich effektiv gemeinsam arbeiten zu können. 18 Teilnehmende sind das absolute Maximum, um die Konzentration über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten zu können.

4. Welche Seminare werden als Online-Seminare angeboten?

Wir bieten mittlerweile alle Seminare in beiden Varianten an, also sowohl als Präsenz- als auch als Online-Seminar. Das soll auch in Zukunft so bleiben, um größtmögliche Flexibilität zu bieten. Speziell für die Einführungsseminare werden wir aber, natürlich immer abhängig von der Pandemie-Entwicklung, auch verstärkt wieder Präsenztermine ansetzen. Sie sind einfach wichtig fürs gegenseitige Kennenlernen.

5. Was sind die wesentlichen Unterschiede zwischen einem Präsenz- und einem Online-Seminar?

Es gibt vor allem Unterschiede in der Didaktik. Hier waren und sind in erster Linie unsere Tutor/-innen gefragt, die in den vergangenen Monaten wirklich einen tollen Job gemacht haben: Denn auch für sie war plötzlich alles anders. Sie mussten ihre Konzepte an den Digitalunterricht anpassen und entwickeln sich, mithilfe von regelmäßigen Schulungen, immer weiter.

Es hat sich insgesamt als sinnvoll erwiesen, in Online-Seminare mehr Unterbrechungen und viel direkte Ansprache einzubauen, damit die Konzentrationsfähigkeit der Teilnehmenden möglichst lange erhalten bleibt. Die Online-Seminare werden immer durch einen Moderator oder eine Moderatorin begleitet, die vor allem in technischen Fragen unterstützen.

Besonders effektiv und beliebt ist die Arbeit in Kleingruppen, die sich während des Seminars in digitalen Sonderräumen treffen können. Dort sind die Studierenden unter sich, können sich in einem geschützten Rahmen austauschen und gemeinsam zu bestimmten Themen arbeiten. Die Tutor/-innen schauen zwischendurch vorbei, um sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen und Fragen zu beantworten.

Der große Vorteil von Präsenz-Seminaren ist sicherlich der direkte persönliche Kontakt, der nur schwer zu ersetzen ist. Andererseits haben auch Online-Veranstaltungen viele positive Aspekte: Sie bieten nicht nur maximale Flexibilität, sondern den Studierenden beispielsweise die Möglichkeit, sich ganz spielerisch digitale Kompetenzen anzueignen, die im Berufsleben von großem Vorteil sein können.