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Fast jeder Zehnte wurde laut Umfrage im Sommerurlaub krank

Hamburg (dpa),

Schnupfen und Stürze statt Sonne und Spaß: Im Sommerurlaub hat es nach einer Umfrage fast jeden Zehnten in Deutschland erwischt. Vor allem Menschen im Norden waren krank - und viele jüngere Urlauber.

Erst kämpft man sich monatelang durch den Arbeitsalltag - und dann kommt ausgerechnet im Urlaub eine Erkältung oder gar ein Unfall. Fast jeder Zehnte in Deutschland ist einer aktuellen Umfrage zufolge in den Sommerferien krank geworden. "Vor allem jüngere Urlauber und Menschen aus dem Norden erwischte es, während die Bayern im Ländervergleich meist verschont blieben", sagte der Sprecher der DAK-Gesundheit, Rüdiger Scharf, der Nachrichtenagentur dpa in Hamburg.

Die Krankenkasse hat die repräsentative Forsa-Umfrage für ihren Urlaubsreport 2013 in Auftrag gegeben. Befragt wurden 1003 Menschen über 18 Jahre, die ihren Sommerurlaub schon hinter sich hatten. Die Kassen erheben nicht, wie oft sich Arbeitnehmer aus dem Urlaub krankmelden. Wissenschaftler bemerken seit Jahren, dass Menschen häufig krank werden, wenn sie sich entspannen. Vermutet wird, dass sie körperliche Probleme wegen ständiger Überlastung erst in Freizeitphasen wahrnehmen.

Knapp jeder Fünfte (18 Prozent) der 14- bis 29-Jährigen war im Sommerurlaub krank oder verletzt. Im Vergleich zu den anderen Altersgruppen ist das der Spitzenwert: Von den restlichen Befragten im Alter zwischen 30 und über 60 Jahren waren lediglich sechs bis sieben Prozent betroffen. Möglicherweise gingen die jungen Urlauber höhere Risiken ein, erklärte Scharf.

Bei der Umfrage fallen große regionale Unterschiede ins Auge: Während es 14 Prozent der Norddeutschen in den Ferien erwischte, waren es in Bayern nur fünf Prozent der Befragten. Die Umfrage bietet keine Erklärung dafür. In Nordrhein-Westfalen klagten sieben Prozent über Krankheiten oder Verletzungen, in Baden-Württemberg zehn Prozent. Frauen (zehn Prozent) und Männer (neun Prozent) waren etwa gleich häufig betroffen. Auch die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland (zehn bzw. neun Prozent) fallen kaum ins Gewicht.

Am häufigsten fingen sich die Urlauber eine Erkältung ein (31 Prozent), an zweiter Stelle kamen Unfälle oder Stürze (27 Prozent).

Fünf Prozent mussten sich in den Sommerferien operieren lassen, und ebenfalls fünf Prozent litten an einem Magen-Darm-Infekt. Vier Prozent klagten über psychische Probleme wie etwa eine Depression.

Urlaubstypischer klingt dagegen, dass sieben Prozent der Befragten einen Sonnenbrand hatten.