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Angehende Ärzte wollen eher nicht aufs Land

Berlin (dpa),

Junge Ärzte zieht es nicht aufs Land. Über 46 Prozent der Medizinstudenten wollen nach einer am Montag veröffentlichten Studie der Universität Trier später "auf keinen Fall" in Orten mit weniger als 2000 Einwohnern arbeiten. 

Wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), in deren Auftrag die Studie erarbeitet wurde, mitteilte, gilt der allgemeine Trend der Urbanisierung, also der Zuzug in größere Städte, auch für Medizinstudenten. Ungeachtet des hohen Ansehens des Hausarztes in der Bevölkerung, scheint das Interesse von Studenten und praktizierenden Medizinern an einer hausärztlichen Tätigkeit eher gering. 

KBV-Vorstandsmitglied Regina Feldmann erklärte: "Diese Ergebnisse zeigen einmal mehr, dass der drohende Ärztemangel eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft darstellt." Da das flache Land für die Studierenden nicht interessant sei, müsse die Attraktivität des Landarztes noch mehr gestärkt werden. "Doch das kann keine Aufgabe der Ärzteschaft allein sein. Hier sind auch die Kommunen und die Politik gefragt."

Die KBV vertritt auf Bundesebene die Interessen von rund 154 000 niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten.

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