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Sondersitzung des Bundestags zur Fluthilfe - Wohl breite Mehrheit

Berlin (dpa),

Acht Milliarden Euro will der Staat für die Flutopfer bereitstellen. Bund und Länder haben um die Finanzierung hart gerungen. Nun berät erstmals der Bundestag. Es deutet sich ein breiter Konsens an.

Der Bundestag debattiert heute über die Bereitstellung rascher Finanzhilfen zur Beseitigung der Hochwasserschäden. Auf einer Sondersitzung berät das Parlament erstmals über den von Bund und Ländern finanzierten Fluthilfe-Fonds von bis zu acht Milliarden Euro. Zuvor gibt Kanzlerin Angela Merkel
(CDU) eine Regierungserklärung ab.

Der Bundesrat berät an diesem Mittwoch in einer Sondersitzung über den Fonds. Für den "Aufbauhilfefonds" sollen Bundestag und Länderkammer bis 5. Juli endgültig grünes Licht geben. Im Bundestag wird mit einer breiten Mehrheit gerechnet, nachdem die SPD am Montagabend Unterstützung signalisiert hat.

Bereits jetzt können Flutopfer aber Soforthilfen nutzen. Sie belaufen sich bisher auf etwa 800 Millionen Euro.

Eine Pflichtversicherung gegen Hochwasserschäden lehnt die Bundesregierung laut "Passauer Neuer Presse" ab. "Auf Seiten der Bundesregierung besteht das Bestreben, die geringe Versicherungsdichte nicht durch eine Pflichtversicherung, sondern durch eine freiwillige Lösung zu erhöhen", heißt es in einer Vorlage des Bundesfinanzministeriums an den Finanzausschuss des Bundestages, die der Zeitung vorliegt. Das "zu geringe Bewusstsein" in der Bevölkerung solle durch Kampagnen geschärft werden.

Gegen eine Zwangsversicherung bestehen bereits seit der Flut 2002 verfassungsrechtliche Bedenken. Zudem müsste der Staat milliardenschwere Garantien geben. Die Bundesländer hatten sich dennoch dafür ausgesprochen, die Versicherungsbranche ist dagegen.

Für den Fluthilfe-Fonds geht der Bund in Vorleistung und erhöht in diesem Jahr die Neuverschuldung entsprechend um 8 Milliarden auf nun 25,1 Milliarden Euro. Er war den Ländern entgegengekommen und hatte zugesagt, einen größeren Teil der Finanzierung zu schultern. So trägt der Bund 1,5 Milliarden Euro zur Beseitigung der Flutschäden an seiner Infrastruktur allein. Dadurch reduziert sich das mit den Ländern gemeinsam zu finanzierende Volumen. Die Länder bekommen bis 2033 Zeit, ihren Anteil von 3,25 Milliarden Euro abzuzahlen.